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Abenteuer Zukunft

Abenteuer Zukunft

Wie kann sie aussehen, die Zukunft, auf die eine moderne Schule vorbereiten soll? Einige Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen haben sich zusammen mit dem Lehrer Herrn Steinhagen in einem kurzen Projekt Gedanken über die Möglichkeiten der Zukunft gemacht. Dabei wurden umfangreiche Recherchen, Umfragen und Interviews zu ganz unterschiedlichen Lebensbereichen durchgeführt. Entstanden sind spannende Artikel, die vor allem eines zeigen: Die Zukunft beginnt jetzt!

Immer auf Trab?

von Bjarne Kühl und
Yann-Luca Führing

Einleitung
Migration und Flucht sind Begriffe und Schicksale, die weltweit und gesellschaftlich von großer Bedeutung sind und uns alle betreffen. Über 65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht oder haben ihre Heimat unfreiwillig verlassen. Fluchtgründe gibt es viele.

„Flüchtlinge und Migranten sind Menschen, die oft Grausames und Unmenschliches erlebt haben und vor einer völlig neuen, unklaren Situation stehen.“

 

Was man wissen muss
Es handelt sich um Wanderungen oder Bewegungen von Menschen, die ihr Zuhause verlassen oder fliehen, um Sicherheit oder bessere Aussichten im Ausland zu suchen, und die in Not geraten sind und Schutz oder humanitäre Hilfe benötigen.
Ist Migration ein immer wieder aufkommender Prozess?
Ja!
Von Beginn an der Zeit ist Migration und Flucht ein immer wieder aufkommender Prozess. Ob durch klimatische Veränderungen, bewaffnete Konflikte, Hungersnöte, Eigeninteresse oder aufgrund von gesellschaftlichem und politischem Druck. Einfach war dies nie.

 

Ein kleiner Rückblick

Nach dem zweiten Weltkrieg flohen über 12 Millionen Menschen europaweit und mussten eine neue Heimat finden. Die Integration der Vertriebenen in dem massiv zerstörten Nachkriegseuropa schien zunächst unrealistisch, gelang aber durch eine gemeinsame gesellschaftliche Arbeit über viele Jahre.

 

Auf einem Planeten in unserer Zeit
„Faszinierende und verstörende Geschichten verbergen sich hinter jedem Menschen, jedem Schicksal, dass einem im Suchdienst begegnet.“

Politische Instabilitäten im Mittleren und Nahen Osten sowie in Teilen von Afrika, sowie die schwierige Situation in den Flüchtlingszentren der Nachbarländer waren wesentliche Faktoren, die in den Jahren 2014 und 2015 zu einem weltweiten Anstieg von irregulärer Migration und Flucht führten. Aktuell sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht und haben ihre Heimat unfreiwillig verlassen. Weltweit gab es laut den Vereinten Nationen und dem Komitee des Internationalen Roten Kreuzes im Jahr 2017 258 Millionen registrierte Migranten. Die Syrienkrise bleibt die größte humanitäre Operation, in der zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz im Ausland aktiv ist. Die humanitäre Lage bleibt auch nach mehr als sieben Jahren nach dem Ausbruch des Konflikts katastrophal: 6,1 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens auf der Flucht. 5,3 Millionen suchen in den Nachbarländern Schutz. Und mehr als 13 Millionen Menschen sind auf humanitäre Unterstützung angewiesen.

„Wir müssen jeden Fall, jedes Schicksal einzeln und unvoreingenommen prüfen. Ein Mensch kann und darf niemals mit einem Tropfen Wasser verglichen werden, und so kann man eine Gruppe von Menschen niemals mit einer (Flüchtlings-)Welle vergleichen.“
Paul Herholz, Leiter Suchdienst
DRK-Landesverband Schleswig-Holstein, Nationale Hilfsgesellschaft

In einer gar nicht weit entfernten Zeit
In der Zukunft werden viele Staaten auf Migration in Form von Einwanderung angewiesen sein, um dem Alterungsprozess der Bevölkerung entgegen zu wirken, um die Wirtschaft fähig zu halten und Sozialsysteme zu finanzieren. So ist es zum Beispiel wichtig, dass Migration ein immer wieder aufkommender Prozess ist. Migration kann jedoch in der Zukunft auch zu Konflikten führen, insbesondere, wenn es zu großen Flüchtlingsbewegungen wie 2015 kommt. Sozialsysteme könnten überlastet werden und beliebte Einwanderungsstaaten könnten gesellschaftlich sowie wirtschaftlich an ihre Grenzen gestoßen werden. Die zuständigen Ämter sind heute schon oftmals überlastet. Wird dies in Zukunft so bleiben? Bislang lag der Grund in großen Migrationsbewegungen meistens in bewaffneten Konflikten und in wirtschaftlichen Gründen. In Zukunft wird es einige Migrationsbewegungen aufgrund des Klimawandels geben. Große Zuwanderung wird es aufgrund des gemäßigten Klimas vor allem nach Europa geben.


Was können wir machen?

Jeder Mensch kann im Rahmen seines Möglichen etwas machen. Wenn man sich zu den Menschenrechten, den in den UN-Konventionen festgelegten Kinderrechten, dem Humanitären Völkerrecht sowie der freiheitlich demokratischen und sozialen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland bekennt, ist schon ein großer Schritt gemacht. Zudem kann man sich ehrenamtlich für eine offene Gesellschaft engagieren. Ein Ehrenamt ist eine freiwillig ausgeübte, unentgeltliche Tätigkeit. Ehrenamtliche Tätigkeiten können etwa in Vereinen, Initiativen oder karitativen Einrichtungen ausgeübt werden. Die Anzahl der Personen, die ehrenamtlich tätig sind, belief sich in Deutschland laut einer Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Jahr 2016 auf mehr als 14 Millionen Menschen. Die Zahlen zu ehrenamtlichem bzw. freiwilligem Engagement schwanken jedoch. Des Weiteren kann man durch finanzielle Mittel Projekte, Institutionen oder Vereinigungen unterstützen.
Auch dich hätte man gerne dabei! Auch in deiner Nähe kannst du das passende für dich finden.

Folge
Einfach
dem
Link
https://ehrenamt.bund.de

Quellen
https://ec.europa.eu/eurostat/data/database?node_code=migr
https://www.bva.bund.de/DE/Services/Buerger/Migration- Integration/Spaetaussiedler/01_Antrag_stellen/DRK_Suchdienst/DRK_Suchdienst_Info.html
https://www.drk-sh.de/angebote/suchdienst/kreisauskunftsbuero.html
https://de.statista.com/themen/71/ehrenamt/
https://www.drk.de/hilfe-weltweit/was-wir-tun/fluechtlingshilfe/fluechtlingshilfe-im-ausland/
https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/migration-integration-und-teilhabe/migration-und-integration/
https://www.bamf.de/DE/Service/ServiceCenter/BeratungVorOrt/Migrationsberatungsstellen/migrationsberatumigrations_node.html
https://www.ifd-allensbach.de
https://www.icrc.org/en/publication/4246-activities-migrants
https://www.icrc.org/en/war-and-law/ihl-domestic-law

Überlebenskampf im Arbeitsleben

von Thies Heinrichs und
Timo Marquardt

Werden Roboter gezielt da eingesetzt, wo sie gebraucht werden?
Unter anderem davon handelte das Interview und der folgende Artikel mit dem Buchautor und Journalisten Christian Schwägerl, der sich auf die Themengebiete Wissenschaft, Politik und Umwelt, spezialisiert hat. Die Inhalte des telefonisch durchgeführten Interviews werden im folgenden Artikel von uns zusammengefasst und in Teilen zitiert.

Roboter haben viele Funktionen und sind uns Menschen in manchen Dingen deutlich überlegen, auch mit der immer besser werdenden Künstlichen Intelligenz. Allerdings könnte es genau diese sein, welche der Generation Z im Wege steht und problematisch werden könnte, im Besonderen durch die Minimierung der Arbeitsplätze. Ein Vorteil, den die Robotik mit sich bringt, ist die Möglichkeit sie an Orten einzusetzen, die für uns Menschen lebensbedrohlich sind oder Gefahren mit sich bringen, wie die Erkundung von Planeten, das Entschärfen von Bomben oder das Arbeiten mit giftigen Chemikalien.

Profitieren in Zukunft alle von der neuesten Technik?
Zum Beispiel bei Zalando wird das Marketing von Künstlicher Intelligenz bearbeitet und nicht mehr von Menschen. Das gleiche gilt für Amazon, wo die Abläufe maximal profitorientiert sind und auch von Robotern absolviert werden. Zum Beispiel wird in den Lagerhallen jetzt schon sehr viel Robotik eingesetzt, was dazu führt, dass der Mensch immer mehr ersetzt wird und das Geld maximal an den Führungschef geht.  

Geben wir unsere Menschlichkeit an den Roboter ab?
Roboter zeigen uns, was Menschlichkeit bedeutet, indem sie zwar Jobs wie beispielsweise den Bäcker, einen Chirurgen oder einen Bauarbeiter ersetzen können, dabei jedoch nicht eine emotionale Bindung aufbauen oder menschlich-emotionales Denken mitbringen.

Kann ein Roboter auch einen alten Menschen so pflegen, dass es ihm gut tut? Dadurch wird dem Menschen seine Einzigartigkeit klar. Deutlich wird dies auch bei Berufen wie Erzieher oder Psychologe, die alle gemeinsam haben, dass sie Verständnis für ihre Mitmenschen benötigen, um den Beruf auszuüben. Das zeigt uns, dass unsere Einzigartigkeit erhalten bleibt.
Die Vorstellung, in allen Belangen ersetzt zu werden, ist für uns utopisch, allerdings nicht unmöglich. 

Wie viel Zeit bleibt uns noch?
„Im 19. Jahrhundert waren 75% der Bevölkerung Bauern, denen ein Traktor gezeigt wurde, oder eine Sähmaschine. Da wurde erkannt, dass die Arbeit der Landarbeiter ersetzt wurde und die Menschen zogen in die Stadt und wurden zu Fabrikarbeitern, das war der große Umbruch in diesem Jahrhundert. Da hat es lange genug gedauert, dass die Menschen sich umstellen konnten und die große Frage ist jetzt eine Frage von Tempo, wie schnell die Arbeiten ersetzt werden, wie zum Beispiel bei Banken.“

Was macht ein gelernter Bänker, der keine Arbeitsmöglichkeiten mehr hat? Aus diesem Grund spielt es eine große Rolle, welche Berufe heutzutage erlernt werden, immer mit dem Blick in die Zukunft, die uns schon bald einholt.

Operation Zukunft

von Josy Sander und
Sara Evdenic

Seit Jahren besteht ein genereller Mangel an Transplantationsorganen. Im Jahr 2018 warteten 10 000 Menschen auf ein lebensrettendes Spenderorgan in Deutschland. Dennoch wurden lediglich 3100 Spenderorgane entnommen und somit konnten nicht genügend notwendige Operationen durchgeführt werden. Aktuell gab es da vor kurzem eine Debatte im Bundestag über die Änderung der Organspendegesetze, dieser Antrag wurde mit einer großen Mehrheit abgelehnt.

Doch wie lässt sich dieses Problem langfristig beheben?

Eine neue Zukunftsvision schenkt wartenden Patienten neue Hoffnung…
Die Utopie, Organe künstlich herzustellen und dabei Abstoßungsreaktionen zu unterbinden, könnte den Mangel an Spenderorganen langfristig beheben. 

Durch die Verwendung von körpereigenen Zellen können die transplantierten Organe besser vom Körper aufgenommen werden. Bereits 2011 konnte erstmals eine künstliche Luftröhre implantiert werden. A. Teklesenbet, ein Mann aus Eritrea, litt unter einem bösartigen Tumor der Speiseröhre, welcher ihm bald auch das Atmen erschwerte. Ein Atemwegsspezialist aus Stockholm ließ Teklesenbets Luftröhre dreidimensional vermessen, um diese maßstabsgetreu nachstellen zu können. Im Labor konnten körpereigene Stammzellen auf dem Gerüst aus Kunstfasern wachsen und die notwendige Operation rettete dem Mann das Leben. 

Das Herstellungsverfahren von Organen findet seinen Beginn bereits im Jahr 2008. In diesem Jahr konnte bereits ein pulsierendes, rhythmisch schlagendes Herz gezüchtet werden. Diese Herstellung gelang durch ein spezielles 3D-Drucker-Verfahren, bei welchem die Biotinte in den Drucker impliziert wurde. Bislang genutzte Substanzen waren jedoch krebserregend und erbgutschädigend. Der neue Farbstoff Tartrazin spielt nun eine wichtige Rolle, da er ungefährlich für den Menschen ist. Es sind seit dem Jahr 2011 bereits neun Jahre vergangen, seitdem das erste künstliche Organ implantiert wurde und dennoch gibt es seitdem keine erheblichen Fortschritte in dieser Hinsicht. Es wurden zwar neue Methoden erforscht und entwickelt jedoch ist keine davon bis jetzt tauglich genug, um lebensrettende Maßnahmen durchzuführen. Ein weiterer negativer Aspekt bei diesem Vorgang sind die Kosten. Da jedes Organ personalisiert werden muss, werden die Kosten dementsprechend hoch, das heißt, dass es sich nur die oberste Schicht der Gesellschaft leisten kann und somit bleibt es für viele nur eine Wunschvorstellung. 

Doch folgendes Problem verhindert die Organentnahme von hirntoten Patienten:
Nur wenige Menschen besitzen einen Organspendeausweis, welcher jedoch notwendig ist, um sich für eine Spende auszusprechen.

Alles in allem ließen sich die ersten Herstellungsfortschritte bereits im letzten Jahrzehnt wiederfinden. Dennoch wird es sich auch in Zukunft noch als schwer erweisen, Organe auf Grund der komplexen Anatomie künstlich herstellen zu können. 

 

Weltraumtourismus

von Jonas Petersen

Leben auf dem Mars, Reisen zum Mond und das Entdecken neuer Planeten, die größten Träume der Menschheit, doch werden diese jemals in Erfüllung gehen? 

Wir leben, nach Meinung einiger einflussreicher Visionäre in einer intergalaktischen, sehr aufregenden und entscheidenen Zeit. Die NASA wird ab diesem Jahr, 2020, die Internationale Raumstation ISS zum ersten Mal für Weltraumtouristen öffnen. 

Einmalige Sache oder Zukunft des Tourismus?

Sind bald alle genau so abgehoben wie Astronauten?

Zukunftsvisionär, Milliardär und Großunternehmer Elon Musk, der Gründer von PayPal und TeslaMotors, will mit seinem, auf Weltraumtourismus spezialisierten Raumfahrtunternehmen SpaceX die Reisen ins All kommerziell machen. Auf seiner inspirierenden Hompage stellt er sein Programm „Making life multiplanitary“ vor. Mit diesem Programm will er nicht nur Ausflüge zur Internationalen Raumstation ISS sondern auch das Leben auf dem Mars und möglichst auch auf weiteren Planeten ermöglichen. Dies klingt für die meisten nach einem Sciencefictionfilm, doch es gelang Musk bereits, die erste, mehrmals benutzbare Rakete zu entwickeln. Und sie funktioniert! Man kann auf den Gedanken kommen, dass dies ein großer Schritt in die richtige Richtung war, ein notwendiger Schritt.

Doch wie will er all diese Träume verwirklichen? Musk will eine komplett wiederverwendbare Rakete, die „BFR-Starship“ bauen. Diese soll die leistungsstärkste Rakete werden und das bei den niedrigsten „Pro-Start“-Kosten.

 Damit sollen nicht nur Expeditionen ins All vereinfacht werden, es sollen auch die Reisen innerhalb unserer Atmosphäre beschleunigt werden. Durch das Verwenden einer Rakete für eine „von der Erde zur Erde“-Reise werden fast alle Reisezeiten von Langstreckenflügen auf unter eine Stunde reduziert. So soll ein Flug von New York nach Shanghai, welcher mit einem Flugzeug ca. 15 Stunden dauert, auf eine Flugzeit von 39 Minuten verkürzt werden. Bedeutet das, dass wir in der Zukunft mit Raketen statt Flugzeugen reisen?

All dies klingt unglaublich, doch für Musk sind es nur kleine Schritte, um ein weitaus größeres, das endgültige Ziel Elon Musks zu realisieren: Eine dauerhafte Siedlung auf dem Mars. 

 Galaktischer Größenwahn oder doch was dran?

Bereits vor 40 Jahren plante die NASA, Astronauten zum Mars zu schicken. Die Rakete, die dafür verwendet werden sollte, sollte von einem Atomreaktor angetrieben werden, welcher heißen Wasserstoff ausstößt. Diese Projekt wurde jedoch 1973 beendet und seither hat sich kein Mensch weiter als 600 Kilometer von der Erde entfernt. Und doch reden einflussreiche Zukunftsvisionäre und Physiker über kommerzielle Reisen zum Mars und sprechen sogar von dauerhaften Siedlungen dort?  

Der deutsche Astrophysiker, Naturphilosoph und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch spricht in seinen TerraX-Videos über alle Probleme, die dem Leben auf dem Mars entgegenstehen. Eins der dort genannten Probleme ist, dass der Mars kein Magnetfeld hat. Dazu kommt, dass der Mars keine Atmosphäre hat, da er nicht schwer genug ist, um eine solche zu bilden. Dies sorgt dafür, dass kein Schutz vor der kosmischen Strahlung vorliegt, welche für die Menschen tödlich sein kann. Notwendig um auf dem Mars überleben zu können, ist also ein sicherer Schutz vor der kosmischen Strahlung.

Zukunft Bildung

Schulprojekt von Vanessa Kluge, Evelyn Richter und Emily Petznik 

,,Wir sind Schüler von heute, die in Schulen von vorgestern mit Methoden aus den Anfängen der industriellen Revolution auf die Probleme von übermorgen vorbereitet werden.“ -Dr. Peter Pauling
(https://www.inforadio.de/dossier/2019/zukunft-bildung/zukunf-bildung-themenwoche.html;12:03)

Alles verändert sich, sämtliche Bereiche sind im Wandel begriffen. Langsam wird es auch Zeit, dass das Schulsystem angepasst und modernisiert wird. Die künftige Lebens- und Arbeitswelt wird ganz neue Anforderungen an die nachfolgenden Generationen stellen, sodass diese frühzeitig auf die Erfüllung dieser neuen Anforderungen vorbereitet werden und die dafür benötigten Fähigkeiten erwerben sollten. 

Wir befinden uns in einem Zeitalter, in dem die Relevanz von digitalen Medien steigt.

Daran müssten unter anderem auch die schulischen Methoden angepasst werden. 

Es gibt verschiedene Visionen für die Veränderung der Schule und des Schulsystems. Im Allgemeinen sollen Bildungsinhalte, Bildungsmethoden und Bewertungsverfahren verändert  und fächerübergreifende Kompetenzen gefördert werden. Zudem soll für digitale Medien mehr Platz im Schul- und Unterrichtsleben gefunden werden. Schule soll den Schülern die Grundlagen für ihr späteres Leben lehren.

Zum einen stellt  Prof. Francesco Supino seine Theorie in einem Forschungsbericht über zukünftige Lernmodelle aus dem Jahr 2013/14 vor, in der die Bildungszeit verlängert werden soll. Es ist angedacht, die Schultage zu verlängern  und die Ferienzeiten zu kürzen. Das wird jedoch durch Abwechslung von Anspannung und Entspannung während der Schulzeit und die Anpassung der Unterrichts- und Pausenzeiten an den Biorhythmus der Schüler. Dies bezüglich bestünde die Möglichkeit zwischen den intensiven Lernphasen Tätigkeiten, wie sportliche Aktivitäten, psychische Entspannungsverfahren und schlichte Konversationsrunden mit Klassenkameraden, auszuführen. Anderweitig führt dies zu einer Regeneration und einem Ausgleich von Lerneinheiten, wodurch die zum Lernen benötigte Konzentration gesteigert wird. 

Eine Vision von Cornelia Eisenach, einer Wissenschaftsautorin, die sich mit dem Thema Zukunftsbildung auseinander setzt, ist, das Lernen in großraumbüroähnlichen Räumen, in denen jeder Schüler an einem eigenen Computer arbeiten kann. Die Schüler lernen somit in ihrem eigenen Tempo nach ihrem individuell angepassten Lehrplan. ,,Dies bedeutet, dass jedes einzelne Kind im Mittelpunkt steht und entsprechend seiner  Begabung und Fähigkeiten gefordert und gefördert wird“ (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und  Familie).  Die Vorteile dieses Lernkonzeptes bestehen in der Stressminderung, der Abnahme von Leistungsdruck. Daraus resultiert die Reduktion von Burnouts, Depression und weiteren psychischen Erkrankungen. Zudem entsteht eine gezieltere Lernförderung und exklusive Bildungsangebote. Darüber hinaus wird ein nachhaltiges Lernen erzielt.

Zusätzlich existiert eine weitere Bildungstheorie von Prof. Dr.  Ahmed Karim, einem international renommierter Gehirnforscher und Psychotherapeut, welcher in vielen Studien Gehirnveränderungen bei Lernprozessen untersuchte. In seinem Denkansatz, wird es keine Lehrer mehr geben, beziehungsweise nur noch wenige menschliche. Denn diese könnten in der Zukunft durch Roboter und weitere digitale Möglichkeiten ersetzt werden. Dies könnte beispielsweise in Form von Online- Bildung oder unterrichtenden Robotern erfolgen. 

Jedoch ist es jetzt nicht absehbar inwiefern sich das Schulsystem in Zukunft verändern und entwickeln wird. Es stellen sich dies bezüglich viele Fragen.

                  ,,Werden Lehrer in der Zukunft überhaupt noch eine Rolle spielen?“   

                 ,,Wird das Lernen von Handschrift weiterhin von Notwendigkeit sein ?“

                ,,Werden soziale Kompetenzen durch die Digitalisierung gefährdet ?   – Das, definitiv!      

                ,,Aber in welchem Ausmaß ?“ 

Diese Fragen wurden 150 Schülern der Jahrgänge fünf bis neun gestellt, um die Erwartungen an die zukünftige Bildung aufzufassen. Es resultierte ein klares Meinungsbild, welches eindeutig aussagt, dass die vorhanden Lernmethoden vorläufig basierend auf Wünschen der Kinder beibehalten werden sollen. 117 befragte Schüler behaupten, dass die Lehrer nicht durch digitale Methoden ersetzt werden können, da die zwischenmenschliche Kommunikation von Notwendigkeit ist. Außerdem empfinden diese Schüler, dass auch in ferner Zukunft eine Wichtigkeit des Erlernen der Handschrift besteht. Nur 20 von den 150 genannten  Kindern bewahren die Meinung, dass die sozialen Kompetenzen durch die zunehmende Digitalisierung kaum eine Gefährdung darstellen. Der Rest jedoch sieht eine Gefahr im Umgang miteinander. Nach dieser Befragung der zahlreichen Schüler, kann man entnehmen, dass die Erwartungen der heutigen Generation noch den Anfängen der industriellen Revolution entsprechen und die Lernmethoden weiterhin beibehalten werden sollen. 17.01.2020

Die Stadt als Wohnung

 2070 wird sich der Hauptteil unseres Lebens außerhalb unserer eigenen vier Wände abspielen.

In den nächsten Jahrzehnten werden sich die Anforderungen an unseren Wohnraum grundlegend ändern, denn die Urbanisierung schreitet stetig voran. Laut einer Studie des Zukunftsinstituts erzeugen die Globalisierung und Vernetzung statt Dezentralisierung eher eine weitere Verdichtung der Großstädte. Weitergehend ziehen die vielen Möglichkeiten einer Großstadt, z.B. Jobs, Schulen, Universitäten usw., immer mehr Menschen in die Metropolregionen. 


Third place living – Die Stadt als Wohnlandschaft

Der Soziologe Ray Oldenburg teilte im Jahr 1989 unsere Lebenssituation in drei Bereiche ein. Der erste Ort war unser Zuhause, den zweiten kategorisierte er als Arbeitsplatz und als dritten Ort gab er den Ort der Begegnung an. 

In der Zeit des technologischen Fortschrittes verschwimmen die Grenzen dieser Orte. Homeoffice verbindet unseren Ruhepol Zuhause mit der stressigen Arbeit und viele Hobbies kann man durch die Technik zuhause ausführen. Diese Grenzen einzuhalten ist für den Menschen wichtig, um zu entschleunigen und seine sozialen Kontakte zu pflegen. 

Third Place Living wird in der Zukunft das Einhalten der Grenzen gewähren. Mehr Parkanlagen, mehr Freizeitangebote, Co-Working Spaces sollen den Menschen wieder mehr in die Natur bringen,  zu einem aktiven Leben und zur Pflege der mentalen Gesundheit der Menschen animieren, denn mentale Gesundheit ist das Fundament unseres Handelns.

Eine große WG

Die Wohnung nur noch als Schlafplatzt nutzen? Das Konzept des collaborative living zielt genau darauf ab. 

Die Wäsche wird im nächsten Wachsalon gewaschen, man kocht in der Gemeinschaftsküche des Hauses und nutzt den Stadtpark als Ersatz für den Garten. Durch dieses Konzept des Teilens hat man trotz kleiner Wohnungen keinen Verlust an Lebensqualität. Man muss auf nichts verzichten, spart aber Platz und kommt mit anderen Menschen in Kontakt.


Multifunktionelle Möbel – Hotel Room living

Leben auf kleinem Raum, wie in einem Hotelzimmer? Ein weiterer Ansatz von Architekten ist das Leben in Hotelzimmer-ähnlichen Räumen. Dort muss der Platz so gut, wie nur möglich genutzt werden und multifunktionelle Möbel bieten die Möglichkeit, auf kleinem Raum trotzdem alles Wichtige zu haben.

 

Tiny Houses als Lückenfüller? 

 Durch die Urbanisierung wird jeder Platz benötigt. Warum also keine Tiny Houses zwischen die großen Hochhausbauten stellen, um weiteren Wohnraum zu schaffen? In Japan ist das Leben auf kleinem Raum bereits normal und dort wird das Konzept tiny house meets Skyscraper bereits umgesetzt. 

 

Unsere Umgebung

Neben der Verkleinerung unserer Wohnräume wird sich ebenfalls die Stadt an sich verändern. Die Green City soll unseren ökologischen Haushalt verbessern. Autoverbote, reine Fahrradstädte, gut ausgebaute öffentliche Verkehrsmittel sind nur der Anfang. Besonders auf die Erweiterung der Grünflächen in den Städten soll viel Wert gelegt werden, um einerseits der Natur wieder etwas zurück zu geben und ebenfalls den Menschen eine Möglichkeit zu geben, in der Stadt Natur zu erleben, und zu entschleunigen. 

 

> Grüner, offener, gemeinschaftlicher, entspannter und familiärer soll das Leben für uns werden, und egal, ob alt oder jung, der Fokus liegt wieder darauf, den Menschen vom Arbeitstier zum Menschen zu erziehen, der seine Freizeit nutzt, um zu helfen, oder die Natur und Freizeit genießt.<<

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