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Vom Klassenzimmer ins Labor: Neue Bildungspartnerschaft stärkt MINT-Nachwuchs

Medieninformation der Hochschule Flensburg:

Mit einer neuen Bildungspartnerschaft vernetzen sich die Auguste-Viktoria-Schule, das Fördegymnasium und die Hochschule Flensburg enger als bisher. Schülerinnen und Schüler erhalten frühzeitig Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten, moderne Labore und reale Forschungsfragen – insbesondere in den MINT-Fächern. Ziel ist es, Neugier zu wecken, Talente zu fördern und Studien- sowie Berufswege greifbar zu machen.

Die Auguste-Viktoria-Schule, das Fördegymnasium und die Hochschule Flensburg haben eine umfassende Bildungspartnerschaft vereinbart. Ziel der Kooperation ist es, Schülerinnen und Schüler der Oberstufe durch stärkere Praxisbezüge frühzeitig mit wissenschaftlicher Arbeit, realen Berufsfeldern und Studienmöglichkeiten vertraut zu machen – mit einem besonderen Fokus auf den MINT-Bereich.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht die Förderung von naturwissenschaftlich-technischem Verständnis, Selbstwirksamkeit und gesellschaftlicher Teilhabe. „Durch Workshops, Projekte und forschungsnahe Lernformate sollen die Jugendlichen ein realistisches Bild von Studienanforderungen, wissenschaftlichen Methoden und beruflichen Perspektiven entwickeln“, so der geschäftsführende Hochschulpräsident Prof. Dr. Niklas Klein. Insbesondere in den Bereichen Biotechnologie und Meeresökologie würden reale Fragestellungen aufgegriffen und in einen gesellschaftlichen Kontext eingeordnet, so Dr. Jörg Hüls, Leiter des Bio-Labs der Hochschule Flensburg.

Auch aus Sicht der Schulen bietet die Kooperation einen deutlichen Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler.

„Unsere Schülerinnen und Schüler profitieren besonders davon, dass sie naturwissenschaftliche Fragestellungen nicht nur theoretisch, sondern praxisnah und forschend bearbeiten können“, betont Gonde Detlefsen, Schulleiterin der Auguste-Viktoria-Schule. „Die Zusammenarbeit mit der Hochschule eröffnet neue Lernräume, stärkt die Motivation und hilft den Jugendlichen, eigene Interessen und Stärken im MINT-Bereich zu entdecken.“

Ähnlich bewertet das Fördegymnasium die Partnerschaft. Stefanie Hansen, Fachbereichsleitung Biologie, erklärt: „Die Kooperation ermöglicht es unseren Schülerinnen und Schülern, moderne Methoden und Arbeitsweisen kennenzulernen, die im regulären Schulbetrieb oft nicht umsetzbar sind. Das fördert nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch wissenschaftliches Denken und Teamarbeit.“

Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist die Einbindung des Bio-Labs der Hochschule Flensburg. Geplant sind regelmäßig stattfindende Workshops, projektbezogene Kooperationen im profilaffinen Unterricht sowie ein dauerhaft eingerichtetes Bio-Lab-Team als Schülerinnen- und Schüler-Forschungswerkstatt. Besonders motivierte und begabte Schülerinnen und Schüler erhalten hier die Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum eigenverantwortlich an eigenen Forschungsprojekten zu arbeiten – auch in den Laboren der Hochschule. Aus diesen Arbeiten können besondere Lernleistungen hervorgehen.

Jörg Hüls hebt die besonderen Rahmenbedingungen hervor: „Die Workshops und Projektarbeiten im Bio-Lab machen die Bereiche Genetik, Biotechnologie und Ökologie deutlich erfahrbarer, als es in der Schule aufgrund begrenzter Ressourcen und Kapazitäten möglich ist – etwa bei der Lagerung von Chemikalien oder der Anschaffung kostenintensiver Geräte.“ Die Hochschule wolle sich, so Hüls weiter, enger mit den Schulen vernetzen, frühzeitig Interessen im MINT-Bereich wecken und zugleich über Studienmöglichkeiten informieren.

Darüber hinaus unterstützt das Bio-Lab der Hochschule schulische Projekte, etwa die Entwicklung von Experimentier- oder Ausstellungskonzepten zu Themen wie Ostsee und Klimawandel. Ergänzend bietet die Hochschule Studien- und Berufsorientierung durch Informationsveranstaltungen, Schul- und Studieninfotage sowie die Teilnahme an Angeboten wie dem Girls’ Day oder MINT-Tagen an. Mitarbeitende der Hochschule bringen ihre Expertise direkt in den Schulalltag ein und tragen so zu einem lebendigen Austausch zwischen Schule und Wissenschaft bei.

Die Partner*innen verstehen die Bildungspartnerschaft als langfristig angelegt. Sie soll kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig evaluiert werden. Gleichzeitig stärkt die Kooperation das naturwissenschaftliche Profil der beteiligten Schulen und erhöht die Sichtbarkeit der Hochschule Flensburg bei Schülerinnen, Schülern und deren Familien. 

Mehr zum „Bio-Lab: Die Experimentierwerkstatt der Hochschule Flensburg“:
https://hs-flensburg.de/hochschule/organisation/einrichtungen/schuelerlabor

 

Fotos: Mirco Höfer

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